Wie sieht die Rechtslage bei Lärmbelästigung durch Schlagzeug spielen aus?

 

Das ist eine Frage die viele angehende Schlagzeuger abschreckt sich ein Schlagzeug zu kaufen. Natürlich sind auch  andere Instrumente wie zum Beispiel Trompeten oder das Akkordeon mit der Lautstärke “gepeinigt”. An dieser Stelle möchten wir allerdings  alle beruhigen, denn generell gilt bis 22:00 Uhr keine Nachtruhe. Lärmbelästigung vor 22:00 Uhr gilt, wenn dieser Lärm vermeidbar ist. Instrumente gelten aber nur bedingt dazu, da manche einfach unabdinglich laut sind. Solltest Du es Dir aber mit deinem Nachbarn etc. verscherzen, kann bei Ihnen immer wieder die Polizei vor der Haustüre stehen. Diese macht zwar nichts aber ist natürlich nervig. Im schlimmsten Falle kann es dazu kommen, dass Sie gerichtlich angeordnete Zeiten bekommen an denen Sie spielen dürfen.

1. Tipp: Reden Sie vorher mit Ihrem Nachbarn und warnen Sie sie vor. Sowas kommt sympathisch und sie werden sicherlich öfter mal ein Auge zudrücken. Vielleicht können Sie sich auch auf bestimmte Zeiträume einigen.

2. Tipp: Versuchen Sie Ihr Schlagzeug gut im Haus zu platzieren. Dazu haben wir auch einen Artikel verfasst.

3. Tipp: Wenn es gar nicht mehr geht besorgen Sie sich leere Eierkartons oder Noppenschaumstoff, den Sie sich an die Wand hängen können. Dies wird garantiert helfen und verbessert sogar die Klangresonanz im Raum. So können Sie eine Lärmbelästigung durch Schlagzeug spielen auf jeden Fall vermeiden.


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3 Kommentare

Hmm… Wenn es schon soweit ist, dass du prozessieren musst, ist es mit der Nachbarschaft meist vorbei. Miete dir lieber einen Übungsraum. Natürlich kannst du dein Recht vor Gericht durchsetzen. Ob du dir damit aber einen Gefallen tust, wenn du dort weiter wohnen bleiben möchtest, wage ich anzuzweifeln.

Wenn du unbedingt zuhause üben möchtest, mach ein Raum im Raum Konzept. Damit hast du dann wirklich Ruhe.

Schöne Grüße,

Frank Jones

Habe diesbezügliche auch schon etliche Gepräche mit dem Nachbarn geführt….am besten einen Proberaum mit Band, dann halten sich auch die kosten in grenzen:)

Als Musiker hat man es schon nicht leicht, wenn man zu Hause üben will… und ganz besonders als Drummer! Wo viele Nachbarn bei zB Gitarre und Klavier noch ein Auge zudrücken, ist das Schlagzeug für die meisten nichts weiter als nervender “Krach”. Wenn man in einer Mietwohnung lebt, geht da meistens kein Weg an einem E-Schlagzeug vorbei (Ich spreche da aus Erfahrung ;-)) Das macht zwar auch ein paar Geräusche, aber die werden noch eher von den Nachbarn toleriert (zumindest tagsüber :-D)

Die E-Drums könnte man vielleicht noch als 4. Tipp anfügen 😉
LG